SEO & GEO

GEO statt SEO: Wie dein Unternehmen in ChatGPT-Antworten auftaucht

Bei Google gibt es zehn Plätze auf Seite eins. In einer KI-Antwort gibt es drei bis fünf Namen – und keine zweite Seite. Wer dort nicht vorkommt, existiert für diesen Suchenden nicht.

Niklas Lange
Niklas LangeGründer von MARKPOOL
21. September 20263 Min. Lesezeit
Wer baut in meiner Nähe Terrassenüberdachungen?

Beispielhafte Darstellung

Was sich gerade verändert

Suchanfragen wie „Wer baut in meiner Nähe Terrassenüberdachungen?“ werden zunehmend nicht mehr bei Google eingegeben, sondern bei ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Die Antwort ist dann kein Link-Verzeichnis, sondern ein Fließtext, der eine Handvoll Anbieter nennt.

Das verändert die Spielregeln grundlegend. Bei Google konkurrierst du um Position. Bei einer KI konkurrierst du um Erwähnung – ein binäres Ergebnis.

Was GEO von klassischem SEO unterscheidet

Google bewertet unter anderem Verlinkungen, Nutzersignale und technische Qualität. Ein Sprachmodell arbeitet anders: Es fasst zusammen, was es über dich findet. Dafür braucht es eindeutige, überprüfbare Fakten, keine Werbesprache.

Der Satz „Wir sind Ihr kompetenter Partner rund ums Haus“ lässt sich nicht zitieren. Der Satz „Wir bauen Terrassenüberdachungen aus Aluminium im Umkreis von 50 Kilometern um Moers“ dagegen schon.

terrassenüberdachung moers
Google10 Plätze auf Seite einsKlassisches SEO: Wettbewerb um Position.
KI-Antwort3–5 genannte AnbieterGEO: Wettbewerb um Erwähnung – ja oder nein.
Bei Google konkurrierst du um Position, in der KI um Erwähnung.

Vier Stellschrauben, die tatsächlich etwas bewirken

1. Strukturierte Daten

Leistungen, Standort, Öffnungszeiten und Bewertungen sollten maschinenlesbar ausgezeichnet sein. Das hilft Google und es hilft jedem System, das deine Seite ausliest.

2. Konsistenz über alle Quellen

Wenn dein Google-Unternehmensprofil eine andere Adresse nennt als deine Website und ein Branchenverzeichnis eine dritte Telefonnummer, sinkt das Vertrauen in alle drei Angaben. Konsistenz ist unspektakulär, aber wirksam.

3. Inhalte, die eine konkrete Frage beantworten

Seiten, die eine klar gestellte Frage sauber abarbeiten, lassen sich leichter als Antwortquelle verwenden als allgemeine Leistungsübersichten.

4. Erwähnungen außerhalb der eigenen Website

Was andere über dich schreiben – Branchenverzeichnisse, Presse, Bewertungsportale – fließt mit ein. Eine Website allein reicht nicht.

Was GEO nicht ist: Es gibt keinen Schalter, der Nennungen erzwingt, kein Ranking zum Nachschlagen und keine Garantie. Jeder Anbieter, der dir „Platz 1 bei ChatGPT“ verkauft, behauptet etwas, das technisch nicht existiert.

Wie lässt sich das überhaupt messen?

Deutlich schlechter als klassisches SEO. In der Praxis stellt man denselben Fragen regelmäßig in mehreren Systemen und dokumentiert, ob und wie der Betrieb genannt wird. Das ist eine Stichprobe, keine exakte Messung – und man sollte es auch so nennen.

Lohnt sich der Aufwand schon?

Die meisten deiner Wettbewerber tun dafür aktuell nichts. Genau das ist das Argument: Die Maßnahmen überschneiden sich stark mit gutem SEO, kosten also kaum Zusatzaufwand – und der Vorsprung entsteht jetzt, nicht in zwei Jahren.

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Niklas Lange
Niklas LangeGründer von MARKPOOL · Hannover

Seit über 15 Jahren in Webdesign und Social-Media-Marketing. Ich schreibe hier über das, was Betriebe mich im Erstgespräch tatsächlich fragen – inklusive der Stellen, an denen etwas nicht funktioniert.

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