Was sich gerade verändert
Suchanfragen wie „Wer baut in meiner Nähe Terrassenüberdachungen?“ werden zunehmend nicht mehr bei Google eingegeben, sondern bei ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Die Antwort ist dann kein Link-Verzeichnis, sondern ein Fließtext, der eine Handvoll Anbieter nennt.
Das verändert die Spielregeln grundlegend. Bei Google konkurrierst du um Position. Bei einer KI konkurrierst du um Erwähnung – ein binäres Ergebnis.
Was GEO von klassischem SEO unterscheidet
Google bewertet unter anderem Verlinkungen, Nutzersignale und technische Qualität. Ein Sprachmodell arbeitet anders: Es fasst zusammen, was es über dich findet. Dafür braucht es eindeutige, überprüfbare Fakten, keine Werbesprache.
Der Satz „Wir sind Ihr kompetenter Partner rund ums Haus“ lässt sich nicht zitieren. Der Satz „Wir bauen Terrassenüberdachungen aus Aluminium im Umkreis von 50 Kilometern um Moers“ dagegen schon.
Vier Stellschrauben, die tatsächlich etwas bewirken
1. Strukturierte Daten
Leistungen, Standort, Öffnungszeiten und Bewertungen sollten maschinenlesbar ausgezeichnet sein. Das hilft Google und es hilft jedem System, das deine Seite ausliest.
2. Konsistenz über alle Quellen
Wenn dein Google-Unternehmensprofil eine andere Adresse nennt als deine Website und ein Branchenverzeichnis eine dritte Telefonnummer, sinkt das Vertrauen in alle drei Angaben. Konsistenz ist unspektakulär, aber wirksam.
3. Inhalte, die eine konkrete Frage beantworten
Seiten, die eine klar gestellte Frage sauber abarbeiten, lassen sich leichter als Antwortquelle verwenden als allgemeine Leistungsübersichten.
4. Erwähnungen außerhalb der eigenen Website
Was andere über dich schreiben – Branchenverzeichnisse, Presse, Bewertungsportale – fließt mit ein. Eine Website allein reicht nicht.
Was GEO nicht ist: Es gibt keinen Schalter, der Nennungen erzwingt, kein Ranking zum Nachschlagen und keine Garantie. Jeder Anbieter, der dir „Platz 1 bei ChatGPT“ verkauft, behauptet etwas, das technisch nicht existiert.
Wie lässt sich das überhaupt messen?
Deutlich schlechter als klassisches SEO. In der Praxis stellt man denselben Fragen regelmäßig in mehreren Systemen und dokumentiert, ob und wie der Betrieb genannt wird. Das ist eine Stichprobe, keine exakte Messung – und man sollte es auch so nennen.
Lohnt sich der Aufwand schon?
Die meisten deiner Wettbewerber tun dafür aktuell nichts. Genau das ist das Argument: Die Maßnahmen überschneiden sich stark mit gutem SEO, kosten also kaum Zusatzaufwand – und der Vorsprung entsteht jetzt, nicht in zwei Jahren.





